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Die
Gründung
Am
28. April 1934 wurde der
Verein Freiwillige Feuerwehr
Herkendorf gegründet. 34 Kameraden wählten den ersten Wehrführer Heinrich Fürchtenicht, zu seinem Stellvertreter Willi Knickmeyer, zum Schrift - und Kassenwart Fritz Fürchtenicht und zum Gerätewart Fritz Meyer. Die
Gründer waren:
Eine
Handdruckfeuerspritze war bereits vorhanden, sowie das dazugehörige Gerät. Als
Beitrag wurde vierteljährlich ein Betrag von 0,50 Reichsmark erhoben,
die der Gemeindediener Hauptmeyer erheben mußte. Das Zweite Jahr Da man im ersten Jahr
den Dienst nicht so ernst genommen hatte, ist aus dem zweiten Protokoll vom 29.
Mai 1935 zu entnehmen, daß gestrengere Maßstäbe
angesetzt werden mußten. So lautete der Beschluß: Bei Nichterscheinen bei Übungen und Einsätzen wurde § 16 der Satzung angewandt, d.h. jedes Fehlen wurde mit 0,25 Reichsmark und jedes nicht genehmigte
Fehlen mit 0,50 Reichsmark geahndet. Bei zwangsläufigen
Verhinderungen mußte dem Wehrführer oder seinem Stellvertreter schriftlich mitgeteilt
werden, warum sie zwangsverhindert waren. Eine Entschuldigung
durch andere Kameraden war unzulässig. 1942 Der Wehrführer Heinrich
Fürchtenicht wurde 1942, also nach neun Jahren, von dem Kameraden Hermann
Wehrhahn abgelöst, der dann die Zügel als
Wehrführer bis 1945 übernahm. Von ihm sagt man , daß von diesem Zeitpunkt Ausbildung, Disziplin aber auch Kameradschaft groß
geschrieben wurde. Und so war es auch nicht
verwunderlich, daß beim Brand in Hemeringen
1944 die Freiwillige Feuerwehr Herkendorf
mit ihrer Feuerspritze, gezogen von 2 Pferden,
eher als die örtlichen Brandschützer am Brandherd waren. 1945 bis 1951 führte
der Kamerad Carl Reineke die Wehr an. Weitere Informationen zu
dieser Zeit liegen uns aus Protokollen und Überlieferungen leider nicht vor. 1951 In diesem Jahr wurde die
Wehrspitze neu gewählt. Der bis dato stellvertretende Wehrführer Willi
Knickmeyer legte sein Amt nach 17 Jahren nieder. Ebenso der Kassen - und Schriftwart
der Kamerad Fritz Fürchtenicht. Am 04.07.1951 wurde
August Löhle auf der Generalversammlung einstimmig zum Brandmeister gewählt. Sein Stellvertreter
wurde Karl Reineke. Zum Rechnungsführer wurde
Werner Budde gewählt . Gerätewart Meyer blieb
laut Protokoll vorläufig im Amt. 1953 wurde Karl Reineke
als Stellvertreter von Friedrich Pieper sen. abgelöst. Ein besonderer Tag für
die Feuerwehr Herkendorf war der 06.Juni 1956. An diesem Tage wurde dem Kameraden Fritz Meyer , der bis zu diesem Zeitpunkt auch II. Stufe verliehen. Hierzu das Zitat aus dem
damals erschienenen Artikel in der DWZ: „ Anläßlich der Ausscheidungswettkämpfe des Unterkreises 5,
Hemeringen,
konnte Kreisbrandmeister Moeller Feuerwehrmann
des Kreises und des des Präsidenten des Fritz Meyer aus Herkendorf Nr.19 mit dem Deutschen
Feuerwehrehrenkreuz II. Stufe auszeichnen. Der
im 71. Lebensjahr stehende, so hoch ausgezeichnete Fritz
Meyer, betreut seit 45 Jahren als Gerätewart das Inventar
der Herkendorfer Feuerwehr und war ständig bereit
im Kampf gegen den roten Hahn.“
1957 stellte
der stellvertretende Gemeindebrandmeister Friedrich Pieper seinen Posten
zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger
wurde der Kamerad Heinrich Ehlebracht gewählt. Aber es tat sich noch
mehr. So wurden 1957 aus Werl Uniformröcke beschafft und dazu einheitliche
Hemden gekauft. Doch nicht alles lief nach den Wünschen des damaligen Gemeindebrandmeisters August Löhle. Versprechungen, die Seitens des Rates, von Geräten usw. gemacht
wurden, konnten So beschlossen die Kameraden kurzerhand den aktiven Dienst der Freiwilligen
Feuerwehr Herkendorf einzustellen. Bestürzt
und betroffen von diesem Entschluß wurden Rat und Feuerwehr am 13. Juni 1959
einberufen. Unter Tagesordnungspunkt
3 der außerordentlichen Sitzung wurde
zu Protokoll gegeben: Der Rat der Gemeinde
Herkendorf bestätigt heute, daß er alles tun wird, um der Wehr zu genügen.
Erst danach erklärten sich der Gemeindebrandmeister und
seine Kameraden bereit den Dienst wieder aufzunehmen. Und siehe da, so wurde noch im gleichen Jahr eine Zisterne „In der Grund“ gebaut um den Löschwasserbedarf für Herkendorf zu sichern. 1960 wurde ein neues
Feuerwehrhaus gebaut und eine elektrische Sirene beschafft. 1961 wurde der Kamerad Manfred
Koppenhagen vom Gemeindebrandmeister August Löhle zum Gruppenführer ernannt. In
diesem Jahr beschaffte die Gemeinde Herkendorf eine neue Tragkraftspritze TS 8/8
komplett mit Anhänger TSA sowie das dazugehörige Einsatzgerät.
Es wurden viele Einsätze und Übungen mit diesem neuen Gerät bestritten. Mit
laufend durchgeführten Aus- und Weiterbildungen
konnte die Wehr bald einen ausgezeichneten Zustand aufweisen. Ferner wurden zahlreiche
Wettkämpfe erfolgreich bestritten. Am 09.01.1965 wurde
Karl-Heinz Reineke als neuer stellvertretender Gemeindebrandmeister als
Nachfolger von Heinrich Ehlebracht gewählt. Nach 18 Jahren Dienst
als Gemeindebrandmeister in der Freiwilligen Feuerwehr Herkendorf wurde der
Gemeindebrandmeister August Löhle
zum Unterkreisbrandmeister des Unterkreises 5, als Nachfolger des
Kameraden August Rekate - Bannensiek, gewählt. Das somit neu zu
besetzende Amt des Gemeindebrandmeister in Herkendorf stand zur Wahl an. Mit Wirkung zum
03.01.1966 wurde der Kamerad Manfred Koppenhagen als Gemeindebrandmeister der
Freiwilligen Feuerwehr Herkendorf gewählt.
Stellvertretender Gemeindebrandmeister blieb Karl Heinz Reineke, Kassen - und
Schriftführer Werner Budde . Zum Gruppenführer wurde
1967 Gerhard Schmidt gewählt. 1969 wurden die ersten
Renovierungsarbeiten am
Feuerwehrhaus in Eigenleistung durchgeführt. Ferner wurde eine zweite
Sirene an der Wördeholzer Straße aufgestellt. Ein wahrhaftig großer
Tag für die Freiwillige Feuerwehr
Herkendorf war der 24. November 1972. An diesem Tag wurde unserer Wehr ein neues
Tragkraftspritzenfahrzeug Typ Ford Transit übergeben. Unter großer Teilnahme
der Bevölkerung konnten an diesem Tage viele Gäste begrüßt werden. Die Presse berichtete wie folgt: „Schnelle Wehr erhielt schnelles Fahrzeug. HERKENDORF. Einen
Meilenstein in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr
Herkendorf setzt der Rat der Gemeinde mit der Übergabe eines
neuen Löschfahrzeuges. Bestimmend für den Entschluß war nicht
nur die stärkere Sicherung des Brandschutzes, sondern auch die Aktivität der Feuerwehrmänner, die bei den Feuerwehr - Wettkämpfen dieses Jahres den
Sieger im Unterkreis 5 und im
1974 feierte die Wehr
vom 1. bis 3. Juni ihr 40 jähriges Jubiläum . Anläßlich dieses
Festes wurden Wettkämpfe mit 31 Gruppen auf dem Wettkampfplatz in Wördeholz
durchgeführt. Geehrt wurden 11Gründer
der Freiwilligen Herkendorfer Feuerwehr. 1975
wurde die Ausrüstung der Wehr vervollständigt. Wertvolle Unterstützung
erhielten die Herkendorfer durch Rat und Verwaltung des Fleckens Aerzen. So wurde neben
Dienstkleidung und Schlauchmaterial auch ein Schlauchanhänger angeschafft. In den folgenden Jahren
wurde Kameradschaft und Feuerwehrdienst in
der Herkendorfer Feuerwehr unter Leitung von Ortsbrandmeister
Manfred Koppenhagen groß geschrieben. Zahlreiche Wettkämpfe
auf Landkreisebene bis hin zu den Landesentscheiden wurden erfolgreich besucht. Auf der
Jahreshauptversammlung am 06.01.1979 wurde Heinz August Löhle
zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt. Damit übernahm er das
Amt seines Vorgängers Karl Heinz Reineke. 1980 bekam die
Ortsfeuerwehr Herkendorf in Rahmen von Ersatzbeschaffungen eine neue
Tragkraftspritze TS8/8. Am 19.12.1980 wurde erstmals
eine Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Herkendorf, unter der Leitung von Ortsbrandmeister
Manfred Koppenhagen, im neu erbauten Dorfgemeinschaftshaus eröffnet. 1982 begannen die
Vorbereitungen zum 50. Geburtstag der Wehr. Der Termin wurde auf den 2. 3. und 4
Juni 1984 festgesetzt. 1984 war es dann so
weit. Das 50 jährige Bestehen
der Freiwilligen Feuerwehr Herkendorf wurde mit allen Ehren und Vergnügen an
drei tollen Tagen gefeiert. Ein wahrhaft feierliches
Ereignis war die Weihe der neuen Standarte, die von Ortsbürgermeister Walter
Harland von den Bürgern aus Herkendorf, der Wehr
übergeben wurde. Sechs Gründer der
Herkendorfer Wehr konnten anläßlich des Kommers am Sonnabend im Festzelt
geehrt werden.
Auf der
Jahreshauptversammlung am 12. Januar 1985 wurde der
Kamerad August Löhle durch
Gemeindedirektor Horst Requard zum
Ehrenbrandmeister ernannt. Kamerad Löhle stand von
1951 bis 1966 der Freiwilligen Feuerwehr Herkendorf als Gemeindebrandmeister
vor. So berichtete die
Deister und Weserzeitung, „ Als Vorbild für die
Jugend bezeichnete Aerzens Gemeindedirektor Horst Requard den
ehemaligen Ortsbrandmeister August Löhle,...“ Auf der gleichen Jahreshauptversammlung wurde Gerhard Schmidt nach 19 jähriger Tätigkeit als Gruppenführer zum stellvertretenden Ortsbrandmeister gewählt. Am 09.01.1988 mußte auf
der Jahreshauptversammlung ein neuer Ortsbrandmeister für die Ortswehr gewählt
werden, da der derzeitige
Ortsbrandmeister Manfred Koppenhagen vom Gemeindekommando zum
Gemeindebrandmeister einstimmig gewählt wurde. Die Kameraden der
Ortswehr Herkendorf wählten somit Gerhard Schmidt als neuen Ortsbrandmeister.
Sein Stellvertreter wurde Michael Oppermann.
Auf dieser Jahreshauptversammlung wurde Ulrich Gens
vom Ortsbrandmeister Manfred
Koppenhagen zum Gruppenführer bestellt. Zum Ende des Jahres 1991
genauer gesagt am 18.12.1991 wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug des Typs TSF
- W vom Hersteller zur Ortswehr überführt. 1992 -
Das erste TSF-W des Landes Niedersachsens wurde in Herkendorf
stationiert.
Die Deister und
Weserzeitung berichtete am 5. März 1992: Niedersachsens - Premiere bei Herkendorfs Wehr „Nicht nur für die
Feuerwehr Herkendorf, auch für die Gemeinde Aerzen ist dieser Tag ein
besonderes Ereignis“, meinte Bürgermeister Rudolf Spiegel.
Ein wahrhaftig großes
Ereignis für die aktiven Feuerwehrmänner aus Herkendorf unter der Führung von
Ortsbrandmeister Doch auch eine ganze
Menge Arbeit, wie Ausbildung und Einsatz mit dem neuen Fahrzeug, bedeutete
dieses für die Feuerwehrmänner um Gerhard Schmidt. So
wurde dieses Fahrzeug ab sofort zu allen Brandeinsätzen in der Ortschaft Dehmkerbrock
mit alarmiert. Am 09.01.1993 wurde
Ulrich Gens als neuer Ortsbrandmeister der Herkendorfer Ortswehr gewählt. 1994 wurde am 13. 14.
und 15. Mai der 60. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Herkendorf mit einem
Zeltfest gefeiert. Auf dem angrenzenden
Acker des Dorfgemeinschaftshauses wurde ein Zelt aufgestellt und zusammen mit
dem Dorfgemeinschaftshaus und dessen Parkplatz,
welcher als Vergnügungspark eingerichtet wurde, für das Jubiläumsfest
genutzt. Anläßlich des Kommers
wurde der letzte noch anwesende Gründer der Wehr
Karl Hoppe für 60 jährige Mitgliedschaft geehrt. Für 40 Jahre Dienst
wurden Manfred Koppenhagen und Friedrich Pieper mit dem Niedersächsichen
Ehrenzeichen ausgezeichnet. August Dohme erhielt das
Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes für 25 jährige Mitgliedschaft in der
Freiwilligen Feuerwehr Herkendorf. Auf der
Jahreshauptversammlung am 07.01.95 begrüßte
Ortsbrandmeister Ulrich Gens erstmals
Frauen in der Geschichte Im November 1997 wurde
vom Ortsbrandmeister Ulrich Gens erneut der Antrag auf Neubau eines
Feuerwehrhauses gestellt. Nach dem seine Vorgänger Manfred Koppenhagen bereits 1977 und 1980, und
Gerhard Schmidt 1991die gleichen Anträge gestellt hatten, und die
derzeitige Bausubstanz keine Garantie für das alte Feuerwehrhaus zuläßt,
beschloß der Feuerschutzausschuß 1999 übernimmt Jens
Pieper, als Ortsbrandmeister, das Kommando von Ulrich Gens. Im Jahr 2000 wird
Michael Oppermann von Detlef Krause als stellvertretender stv.OrtsBM abgelöst. Allein 1683 Stunden
Dienst fallen auf die Eigenleistung zum Neubau des Feuerwehrhauses. Das neue Feuerwehrgerätehaus
grenzt unmittelbar an das Dorfgemeinschaftshaus. Im Haushaltsplan der
Gemeinde Aerzen wurden insgesamt 160000 DM für den Bau bereitgestellt, aber nur ca. 100000 DM
wurden davon benötigt. Jedem
, der sich in irgend einer Art und Weise an der Verwirklichung der Pläne
von 1977 beteiligt hat, sei hier nochmals ausdrücklich
„HERZLICHEN DANK“ gesagt. In nur viermonatiger
Bauzeit wurde hier eindrucksvoll, ehrenamtliches Engagement unter Beweis
gestellt. Zu
den bisherigen Brandeinsätzen: Seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1934 mußte diese zu 5 Großbränden, im
Ortsgebiet ausrücken.
1942 brannte die Scheune auf dem Hof Wehage an der Hemeringerstraße.( heute Hof Lemke) komplett nieder;obwohl alle Nachbarwehren im Einsatz waren. Gott sei Dank kamen hier aber keine Personen oder Tiere zuSchaden, da das Wohnhaus und der Stall vor dem Brand gerettet werden konnten. 1967
wurde am 3. Januar das bäuerliche Anwesen Dohme, eine Scheune und ein
Stall Raub der Flammen. Durch Einsatz der Am
17.August 1993 war der „ Rote Hahn“ wieder aktiv.
Durch eine Selbstentzündung auf dem Hof Kreisl, In der Grund 6, Der Ortswehr gelang es
unter der Führung des Ortsbrandmeisters Ulrich Gens zusammen mit insgesamt 132
Einsatzkräften das Es vergingen ca. 4 Jahre
als am 26. Juli 1997 um 0.44 Uhr die Sirenen wieder einmal zu einem Großbrand
heulten. Die Herkendorfer
Brandschützer rückten mit insgesamt 98 alarmierten Einsatzkräften aus den
Orten Groß Berkel, Aerzen, Dehmkerbrock, Dehmke und
Multhöpen zum Buddeskamp in Herkendorf aus . Bereits beim Eintreffen
der Ortswehr schlugen die Flammen schon Meter hoch aus den Dach des Wohnhauses
von Manfred Kuhn. Doch für das jahrelang
restaurierte Fachwerkhaus kam jede
Hilfe zu spät. Lediglich die Öltanks konnten vor den Zerbersten geschützt
werden. Übrig blieb eine Ruine
aus Schutt und Asche. 1998 mußte die
Herkendorfer Wehr zur Brandbekämpfung auf dem Hof „Dudda“ ausrücken.
Zusammen
mit den Wehren aus
Aktuelle
Daten
der FFW - Herkendorf: Mitgliederstand am 09.01.2010 32 aktive Mitglieder 17 Mitglieder in der
Altersabteilung 17 Fördernde Mitglieder Die derzeitigen
Funktionsträger: Ortsbrandmeister: Jens Pieper Stellvertretender OrtsBM: Dieter Buschmeier Gruppenführer:
Thomas Bartusch Schriftwart:
Uwe Jendrollik Kassenwart:
Markus Pieper Gerätewart:
Tobias
Wesche Atemschutzbeauftragter:
Sebastian Köhler Sicherheitsbeauftragter: Markus Weddecke
Nachsatz: Getreu dem Motto: „Gott
zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr,“ leistete die Ortswehr
Herkendorf bis zum heutigem Datum, fast 72
Jahre, als Freiwillige Feuerwehr den ehrenamtlichen Dienst
als Brandschützer. |